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Diabetes Augencheck

Ein zusätzliches Leistungsangebot für Diabetiker: Diabetes kann bei einer guten Blutzuckereinstellung, Beachtung der Ernährungsvorgaben und regelmäßiger Medikamentengabe heute recht gut unter Kontrolle gehalten werden. Allerdings besteht für Diabetes-Patienten eine erhöhte Gefahr, schwere Sehstörungen zu erleiden.

 

Schuld daran sind Veränderungen an den Blutgefäßen im Auge. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte führen dazu, dass die Netzhaut schlechter durchblutet wird. Es entstehen Ausbuchtungen, in denen sich Ablagerungen bilden können. Platzen oder reißen diese Gefäße, strömen die abgelagerten Stoffe in die Netzhaut und sammeln sich dort. Gleichzeitig bilden sich neue Blutgefäße, die in den Glaskörper des Auges hineinwuchern können. Erst in diesem Stadium bemerken die meisten Betroffenen erste Sehstörungen, die bis zur Erblindung führen können, wenn sich Vernarbungen bilden oder sich gar die Netzhaut ablöst.

Was können Sie selbst tun, um sich zu schützen?

  • Das Wichtigste ist, Augenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und behandeln zu lassen. Lassen Sie deshalb mindestens einmal im Jahr Ihre Augen untersuchen. Bei Typ-1-Diabetikern wird diese Untersuchung spätestens ab dem 5. Erkrankungs- bzw. 11. Lebensjahr empfohlen, bei Typ-2-Diabetikern sofort nach der Diagnose des Diabetes und danach jährlich. Unser Angebot für den Diabetes Augecheck: Bei einer bereits bestehenden Netzhauterkrankung (Retinopathie) oder dem dringenden Verdacht darauf können Sie bis zu zwei Augenuntersuchungen im Jahr wahrnehmen – mit einem Mindestabstand von drei Monaten.
  • Lassen Sie Ihren Blutzucker immer optimal einstellen (HbA1c-Wert unter 6%) und vermeiden Sie starke Schwankungen.
  • Bluthochdruck erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Blutgefäße die beschriebenen Veränderungen zeigen. Ihr Arzt kann Ihnen Medikamente verschreiben, um den Blutdruck auf den Normalwert von 140/85 mmHg zu bringen. Falls Sie an einer diabetischen Nierenerkrankung leiden, sollte auch diese behandelt werden, da sie zu Bluthochdruck führen kann.
  • Erhöhte Blutfettwerte sollten Sie durch eine Ernährungsumstellung und ggf. Medikamente senken, um Fetteinlagerungen in den Gefäßen zu vermeiden.
  • Auch Rauchen führt zu zusätzlichen Einlagerungen und erhöht die Gefahr, dass feine Blutgefäße platzen. Sie sollten das Rauchen daher umgehend aufgeben.
  • Hormonelle Umstellungen in Pubertät und Schwangerschaft sollten bei einem bereits bestehenden Diabetes mellitus besonders genau überwacht werden. Schwangeren Diabetikerinnen wird alle drei Monate eine Untersuchung empfohlen, bei bereits bestehender Retinopathie monatlich

Diabetes Augencheck - was untersucht der Augenarzt?

  • Untersuchung und Beurteilung des Augenhintergrundes, der Netzhaut und des Austrittspunktes der Sehnerven aus dem Auge (Papille)
  • Kontrolle der vorderen Augenabschnitte und der Linse (Vorsorge gegen Katarakt/grauen Star)
  • Sollten sich bereits Schäden an Ihren Augen zeigen, wird Ihnen Ihr Augenarzt eine (schmerzlose) Lasertherapie oder eine Operation nahelegen.

Für Versicherte, bei denen kein Diabetes mellitus diagnostiziert ist, ist diese Untersuchung nicht geeignet und wird durch die Ärzte nicht mit uns abgerechnet. Haben Sie Fragen zu Augenuntersuchungen? Rufen Sie uns bitte an, kostenfrei unter 0800 255 7920.

© 2012 BKK PricewaterhouseCoopers 5. Februar 2012