Startseite News Die eGK auf einen Blick
Feedback

Die eGK auf einen Blick

Multitalent in Scheckkartenformat – die elektronische Gesundheitskarte

Kind mit der neuen elektronischen Krankenkarte

Es ist eines der bedeutendsten Projekte der Informationstechnologie im Gesundheitswesen, das in Europa in Angriff genommen worden ist: die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. Sie ist der Schlüssel zu einer optimierten medizinischen Versorgung in Deutschland. In mehreren Regionen Deutschlands laufen bereits intensive Tests zur Anwendung und Funktion der neuen Karte. Nach ihrer Einführung wird die elektronische Gesundheitskarte die bisherige Krankenversichertenkarte (KVK) vollständig ersetzen.

Neue Karte setzt auf Individualität

Die elektronische Gesundheitskarte – auch eGK abgekürzt – wird im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin, der KVK, deutlich mehr können. Denn sie verfügt über einen Mikroprozessorchip, der zusätzlich zu den administrativen Daten, wie beispielsweise Name, Adresse und Krankenversicherungsnummer des Inhabers auch elektronische Rezepte sowie – freiwillige – medizinische Daten mittels der Karte speichern und übertragen kann. Neu ist auch ein Foto des Versicherten, um Kartenmissbrauch vorzubeugen. Jeder Versicherte erhält außerdem eine neue Versichertennummer, die er ein Leben lang behält und im Falle eines Krankenkassenwechsels einfach mitnimmt. Obligatorisch, also für jeden Versicherten verpflichtend, wird das elektronische Rezept (eRezept) sein. Es ersetzt das bisherige Papierrezept. Außerdem wird die elektronische Gesundheitskarte die Möglichkeit bieten, die Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card – kurz: EHIC) auf der Rückseite mit aufzunehmen. Sie ersetzt schon heute den bisherigen Auslandskrankenschein.

Alles auf einer Karte – aber nur, wer es will

Wenn der Patient es möchte, kann er zukünftig auch freiwillige medizinische Daten mithilfe der eGK speichern lassen. Sie sind sozusagen das Herzstück der eGK. Dazu gehören u. a. der elektronische Arztbrief, die elektronische Patientenakte, das Patientenfach und die Patientenquittung sowie eine Arzneimitteltherapiesicherheitsprüfung. Die Arzneimitteltherapiesicherheitsprüfung informiert Ärzte und Apotheker über die aktuelle Medikation des Patienten, sodass riskante Neben- und Wechselwirkungen mit anderen Präparaten ausgeschlossen werden können. Wenn Versicherte es wünschen, können sie zudem auch so genannte Notfalldaten auf der eGK speichern: Informationen zu Arzneimittelunverträglichkeiten, Allergien, chronischen Erkrankungen oder wichtigen operativen Eingriffen, z. B. Implantate wie Herzschrittmacher. Angehörige und Ärzte, die im Notfall kontaktiert werden sollen, können ebenfalls vermerkt werden. All diese optional angebotenen Funktionen reduzieren unnötige Mehrfachuntersuchungen und erhöhen die Therapiesicherheit der behandelnden Ärzte. Im Notfall können die entsprechenden Daten sogar lebensrettend sein.

Bei den meisten Versicherten, die mit der elektronischen Gesundheitskarte zum Arzt gehen erscheint im IT-System des Arztes, dass der Versicherungsschutz des Versicherten zum Quartal enden wird.

Dies ist kein Fehler. Dieses Verhalten tritt immer auf, wenn auf der eGK nicht explizit ein Versicherungsschutzende eingetragen ist. Diese also zunächst einmal unbegrenzt bzw. bis zum Ende der Zertifikatsdauer gültig ist. Das IT-System des Arztes zeigt dann immer kontinuierlich das Ende des folgenden Quartals als Ende des Versicherungsschutzes an. Den IT-Systemen ist dieses Verhalten in den Richtlinien der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vorgeschrieben und daher korrekt.

© 2017 BKK PricewaterhouseCoopers 20. September 2017