Darmkrebsvorsorgeaktion 2020

Warum frühzeitige Darmkrebsvorsorge wichtig ist

Mit etwa 62.000 Neuerkrankungen im Jahr ist Darmkrebs in Deutschland die dritthäufigste Krebserkrankung bei Männern und Frauen. Etwa 26.000 Menschen sterben jährlich an dieser Krebsform, jeder 5. Deutsche wird in seinem Leben an Darmkrebs erkranken. Darmkrebs lässt sich aber durch frühzeitige Vorsorge fast immer verhindern. Von einer erkennbaren Vorstufe bis hin zum Ausbruch des Krebses können 10 Jahre vergehen.

Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, dass alle Ansätze genutzt werden, um über die lebensrettende Vorsorge zu informieren. Besonders der Betrieb bietet sich hier an. Die betriebliche Darmkrebsvorsorge erreicht sowohl für die Primär- als auch die Sekundärprävention genau die richtige Zielgruppe. Mitarbeiter mit erheblichem Risiko, z. B. familiäre Vorbelastung, werden rechtzeitig über notwendige und mögliche Vorsorgemaßnahmen aufgeklärt. Und auch zum Beginn der gesetzlichen Vorsorge mit 50 bzw. 55 Jahren sind die Personen in der Regel erwerbstätig.

„Mein Name ist Nanja Schreyer, 27, ich bin operativ für das Gesundheitsmanagement bei PwC Deutschland verantwortlich und leite den Arbeitskreis BGM@PwC. Das Thema Gesundheit spielt in meinem Leben eine wichtige Rolle. Leider musste ich schon häufig feststellen, was Erkrankungen mit mir, Verwandten und Freunden anstellen können und gerade deshalb liegt mir das Thema Prävention sehr am Herzen. Oft ist ein Arztbesuch ein lästiges oder gefürchtetes Übel und wird nicht wahrgenommen. Doch ich möchte alle dazu anhalten, sich um um ihren Körper und ihre Gesundheit zu kümmern, denn oftmals macht die rechtzeitige Reaktion auf erste Krankheitsanzeichen den entscheidenden Unterschied.“

Nanja Schreyer, Gesundheitsmanagement bei PwC Deutschland


Ablauf der betrieblichen Präventionsmaßnahme

Die Darmkrebsvorsorge ist so konzipiert, dass sie innerhalb des Unternehmens PwC Deutschland ohne weiteren internen Aufwand durchgeführt werden kann. Die Informierung der Mitarbeiter erfolgt über eine Einladungsmail und das Intranet. Versicherte der BKK PwC werden über die Versichertenzeitschrift und die Internetseite eingeladen. Den Versand und die Auswertung der Testsets und das ärztliche Beratungsgespräch übernimmt ein medizinischer Dienstleister.

1. Der Test

Die Anwendung des Tests ist ganz einfach. Mit einem Plastikstab wird eine Stuhlprobe aufgenommen, die sich anschließend in einem Röhrchen mit einer Flüssigkeit vermischt. Dieses Röhrchen senden die Mitarbeiter zur Auswertung des Ergebnisses an unser Labor. Sendet der Mitarbeiter seinen Test nicht innerhalb von vier Wochen ein, wird er an die Rücksendung des Tests erinnert.

2. Die Auswertung

Mitarbeiter mit negativem Befund erhalten ihr Ergebnis schriftlich. Bei positivem Befund werden die Mitarbeiter zunächst von einem Arzt angerufen. Er berät intensiv über mögliche weitere Schritte und motiviert zur Vorstellung bei einem Facharzt.

3. Beratung

In den Beratungen bei Personen mit hohem Risiko oder bei positiven Testergebnissen empfehlen die Ärzte den Mitarbeitern bei Bedarf eine Darmspiegelung. Sie erläutern den Ablauf und können den Mitarbeitern geeignete Fachärzte in der Nähe des Betriebes oder des Wohnortes des Mitarbeiters nennen.

In fünf von sechs Fällen entscheiden sich die Mitarbeiter wegen einer Beratung und nicht wegen eines positiven Testergebnisses für eine Darmspiegelung. Die Beratungsgespräche sind daher unbedingt notwendig.

4. Nachbefragung/Evaluation

Auf Wunsch bietet der Dienstleister eine kostenlose Nachbefragung der Teilnehmer an. Nach dem Ausfüllen des Fragebogens werden die Mitarbeiter um ihr Einverständnis zur Nachbefragung gebeten. Alle Teilnehmer, die eingewilligt haben und denen ein Arztbesuch empfohlen wurde, werden anonym nachbefragt, ob sie der Empfehlung gefolgt sind und ob der Verdacht bestätigt wurde.

Sowohl die anonymen Ergebnisse wie die Teilnehmeranzahl, die Anzahl der Beratungsgespräche oder die Testergebnisse gehen dann ebenso wie die Ergebnisse der Nachbefragung in eine im Preis inbegriffene, statistische Auswertung ein.

Betriebliche Darmkrebsvorsorge – Chancen für Unternehmen und Mitarbeiter

Wie häufig ist Darmkrebs? Warum ist Früherkennung so wichtig? Und wie kann eine Vorsorgeaktion im Unternehmen aussehen? Diese und weitere Fragen zum Thema beantwortet der Handlungsleitfaden zur betrieblichen Darmkrebsvorsorge.

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